Anfangsphase komplett verschlafen

TV Groß-Rohrheim – HSG Nieder-Liebersbach/Reisen 25:25 (9:10)

Mit nur 35 Minuten Handball holte die HSG Nieder-Liebersbach/Reisen beim 25:25 bei Favorit TV Groß-Rohrheim einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Das Team um Trainer Sergej Rybakov konnte damit die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage aufrecht erhalten.

Die Odenwälder mussten auf Deniz Quick, Christian Feidner und Christian Jäger verzichten und starteten ganz schwach in die Partie. Nach dem 4:4 in der 15. Minute gelang in der ohnehin torarmen ersten Hälfte zehn Minuten lang kein Treffer gegen den gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber. Groß-Rohrheim zog auf 8:4 (25.) davon und Trainer Rybakov musste in der Auszeit deutliche Worte sprechen. Dann wachte die HSG aber auf und drehte mit einer Energieleistung nach dem 9:5 die Partie bis zur Pause auf 9:10.

Auch im zweiten Durchgang war die Begegnung dann komplett offen. Die Hausherren legten zwar wieder vor auf 12:11, die Rybakov-Sieben glich wieder aus und legte ihrerseits vor. Vor allem die Abwehr steigerte sich nun in einem kampfbetonten Spiel. Beim 18:21 in der 50. Minute deutete vieles auf einen Überraschungssieg der HSG hin. Groß-Rohrheim kämpfte sich nach einigen Nachlässigkeiten der Gäste aber wieder heran und markierte in der Schlussminute den 25:25-Ausgleich. Im letzten Angriff der Odenwälder sah ein TVG-Spieler nach einem brutalen Foul an Marcel Beer die rote Karte mit Bericht, allerdings konnte die HSG den Ball nicht zum Sieg im gegnerischen Gehäuse unterbringen.

Unter dem Strich muss die Spielgemeinschaft mit dem Punkt zufrieden sein. Zu unkonzentriert wurde in der ersten Halbzeit agiert, als man 25 Minuten komplett verschlafen hatte. Kreisläufer Waldemar Römmich zeigte in Abwehr und Angriff eine gute Leistung. Mit der Serie von nun 9:1-Punkte in Folge kann die HSG weiterhin vorsichtig nach oben schielen.

HSG: Thorben Herbert und Henning Bohn im Tor; Waldemar Römmich (8), Dominik Ripper (6/1), Levente Hahn (4/2), Marcel Beer (3), Christopher Helbig (3), Lukas Klink (1), Thomas Dörsam, Heiko Schmitt, Lars Himmel.